
R.I.P. @krawallkrallen
…warum ich kein Insta mehr habe:
Krawallkrallen gibt’s nicht mehr auf Insta – aber nicht, weil es nicht funktioniert hat, sondern weil es mir irgendwann einfach zu blöd wurde.
Der ganze Shizzle mit dem Algorithmus: posten, sichtbar bleiben, bitte regelmäßig, bitte am besten täglich, bitte immer unterhaltsam genug, damit auch ja jemand stehen bleibt. Und wenn man das nicht macht? Dann war’s das mit der Reichweite. Ganz egal, ob man sich Mühe gibt, gute Inhalte schreibt oder wirklich sinnvolle Dinge zeigt. Und genau da bin ich irgendwann ausgestiegen.
Wenn Reichweite wichtiger wird als Inhalt
Ich hatte keine Lust mehr, mich diesem irren System anzupassen. Keine Lust, ständig zu überlegen, was gut „funktioniert“, statt was wirklich gut ist! Keine Lust, mich im Zweifel zum Affen zu machen, nur damit ein paar mehr Leute draufklicken. Ich bin Hundetrainerin, ich arbeite mit echten Hunden, nicht mit einem Algorithmus, der heute mal dies und morgen mal das gut findet.
Was mich zusätzlich nervt: diese merkwürdige Gleichung „viele Likes = guter Inhalt“. Als ob Qualität plötzlich messbar wäre in Herzchen und Views. Außerdem werden Tipps rausgehauen, die vielleicht bei genau einem Hund funktionieren – und plötzlich klingt es, als wäre das die Lösung für alle. Ohne Kontext, ohne Einordnung, schön kurz und knackig, damit es in ein Video passt. Sieht gut aus, bringt Reichweite, kann aber im Zweifel ziemlich nach hinten losgehen.
Das betrifft nicht nur Instagram, sondern genauso TikTok und YouTube. Hauptsache schnell, einfach, klickbar. Aber gutes Training ist halt weder schnell noch einfach. Und schon gar nicht pauschal.
„Ich geh nur kurz online…“ – berühmte letzte Worte
Und dann ist da noch dieser ganz banale Punkt: Zeit. Instagram frisst sie. Heimlich, still und leise. Man will nur kurz was posten – und zack, ist man wieder viel länger drin als geplant. Zeit, die mir ehrlich gesagt anderswo deutlich besser gefällt. Zum Beispiel auf meinem Blog: Da kann ich schreiben, wie ich will und was ich will. Dinge erklären, ohne sie in 30 Sekunden pressen zu müssen. Ohne Trends, ohne Druck, ohne dieses ständige Gefühl, mithalten zu müssen. Finde ich irgendwie ehrlicher.
Fazit: Weniger Algorithmus, mehr Hund
Unterm Strich war das also keine dramatische „Ich verlasse Instagram“-Entscheidung. Eher so ein: Ich hab Besseres zu tun. Zum Beispiel Hunde! Und ganz ehrlich? Die finden mich ohne Handy in der Hand auch deutlich angenehmer.